ALLGEMEINER KOMPETENZCHECK BASISBILDUNG
Standortbestimmung von Arbeitnehmerinnen



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Eine allgemeine Einschätzung von Basisbildungskompetenzen für ein Unternehmen ist beispielsweise sinnvoll, wenn es einzuschätzen gilt, welche Voraussetzungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf die Bewältigung von neuen oder komplexeren Situationen mitbringen.

ALLGEMEINER KOMPETENZCHECK BASISBILDUNG
Standortbestimmung von Arbeitnehmerinnen



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Eine allgemeine Einschätzung von Basisbildungskompetenzen für ein Unternehmen ist beispielsweise sinnvoll, wenn es einzuschätzen gilt, welche Voraussetzungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hinblick auf die Bewältigung von neuen oder komplexeren Situationen mitbringen.

INHALT

EINLEITUNG
KOMPETENZCHECK IN 4 SCHRITTEN PLANEN UND ORGANISIEREN
ANHANG 1: Festlegung von relevanten Kompetenzen und ‚Anspruchsniveaus‘ zur Formulierung und Zusammenstellung von Testaufgaben
ANHANG 2: Kompetenzcheck Basisbildung in einem Produktionsbetrieb
ANHANG 3: Beispiele aus Online-Tests Basisbildung
IMPRESSUM

EINLEITUNG (Auszug)

Bei dem hier beschriebenen Vorgehen ist beabsichtigt, über unterschiedliche „Tests“ einen Überblick über die Basisbildungskompetenzen einer Person zu erhalten.

Je nach Zielstellung können mehrere Kompetenzbereiche (Lesen, Schreiben, mündliche Kommunikation, Mathematik, Umgang mit Medien …) Gegenstand der Einschätzung sein. Wenn auch kein direkter Bezug zu einem Arbeitsplatzplatz vorhanden sein muss, so empfiehlt es sich doch, Bezüge zur Branche bzw. zu einem beruflichen Tätigkeitsfeld herzustellen.

KOMPETENZCHECK IN 4 SCHRITTEN PLANEN UND ORGANISIEREN (Auszug)

Ziele sowie inhaltlichen und zeitlichen Umfang möglichst genau mit dem Unternehmen abstimmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren

Da die „Testverfahren“ während der Arbeitszeit durchgeführt werden, steht meist nur wenig Zeit zur Verfügung. Sie benötigen jedoch Zeit, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen. Wie sieht also ein Kompromiss aus?
Sie können sich z.B. auf die zentralen Kompetenzbereiche beschränken und die weniger zentralen beiseitelassen. Informieren Sie das Unternehmen in jedem Fall über Ihr Vorgehen.
Weniger kompromissbereit sollten Sie bei der Vorinformation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sein.

Relevante Kompetenzen und „Niveaus“ der Beherrschung der Basisbildung festlegen

Da der zeitliche Rahmen des Testverfahrens meistens eher eng gesteckt ist: Beschränken Sie sich auf die zwei bis maximal drei mit dem Unternehmen zuvor abgestimmtem Kompetenzbereiche. Stellen Sie entsprechende Testaufgaben zusammen (etwa drei bis vier Aufgaben pro Kompetenzbereich). Formulieren Sie je Kompetenzbereich Aufgaben mit 3 unterschiedlichen Anspruchsniveaus.

Werden allgemeine Basisbildungskompetenzen von betrieblichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ohne direkten Bezug zu einem konkreten Arbeitsplatz erhoben, ist die Entscheidung, welche Kompetenzbereiche der Basisbildung (Lesen, Schreiben, Mathematik …) auf welchen Anspruchsniveaus für einen Test herangezogen werden sollen, nicht immer leicht zu treffen.

Testaufgaben zusammenstellen

Beachten Sie: Dort, wo nicht die Einschätzung sprachlicher Kompetenzen im Vordergrund steht, sollten Formulierungen in der Aufgabenstellung keine Verständnishürde darstellen. Berücksichtigen Sie den Kontext der Aufgabe: Auch wenn sie nicht direkt Aufgaben aus dem Arbeitsplatz widerspiegelt, sollte sie berufliche oder private Situationen zum Inhalt haben, die bekannt sind.

Beachten Sie dabei folgende Kriterien: Realitätsnähe und bekannter Kontext, Realitätsnähe der Aufgabenstellung und Offenheit in der Aufgabenstellung sowie Transparenz des Lösungsprozesses.

Verfahren und Ablauf festlegen

Sollte das Verfahren in einem Unternehmen „breit“ eingesetzt werden, muss es zunächst in einem Probelauf mit einer kleinen Gruppe auf seine Aussagekraft und praktische Durchführbarkeit getestet werden. Dies gilt insbesondere, wenn das Testverfahren mit einem Selektionsprozess verbunden ist.

ANHANG 1: Festlegung von relevanten Kompetenzen und ‚Anspruchsniveaus‘ zur Formulierung und Zusammenstellung von Testaufgaben (Auszug)

Zur Festlegung von relevanten Kompetenzen und ‚Anspruchsniveaus‘ und zur Formulierung und/oder Zusammenstellung von Testaufgaben stellen wir Ihnen zwei beispielhafte Modelle vor:

Die sogenannte Deskriptorendatenbank, entwickelt im Projekt GO des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung (SVEB) sowie die JOBPROFILE (Tätigkeitsprofile einschließlich der Basisbildungsanforderungen am Arbeitsplatz) und das Curriculum, entwickelt im Projekt Literacy and Vocation (lit.voc) der Zukunftsbau GmbH (Leadpartner, mit Partnern aus A, E, BG, UK und DK).

Beide Projekte arbeiten mit einem expliziten (GO) bzw. einem impliziten (lit.voc) Deskriptorenbegriff:

Deskriptoren orientieren sich an realen Aufgaben bzw. Aufgabenfeldern aus dem Lebens- oder Arbeitsalltag.
Sie beschreiben konkret die Anforderungen an die Fähigkeiten im Lese- und Textverstehen auf ansteigenden Anspruchsniveaus (Texte werden zunehmend länger und komplexer und das benötigte Textverstehen wird anspruchsvoller).

Die steigenden Anspruchsniveaus zeigen sich in den Testaufgaben, d.h. zu jedem Deskriptor gibt es, wie weiter oben beschrieben, einfachere und anspruchsvollere Aufgaben.

ANHANG 2: Kompetenzcheck Basisbildung in einem Produktionsbetrieb (Auszug)

In nächster Zeit ist eine Vergrößerung der Produktionsanlangen geplant, verbunden mit der Anschaffung von neuen Maschinen, welche einige manuelle Arbeiten ablösen werden. Die neuen Arbeitsplätze stellen höhere Anforderungen: Die Mitarbeiter/innen werden mehrere maschinelle Arbeitsschritte steuern und überwachen müssen.

Der Betrieb plant für die neuen Arbeitsplätze interne Mitarbeiter/innen zu rekrutieren, und man möchte nun herausfinden, wer das Potenzial für diese anspruchsvolleren Aufgaben hat.

ANHANG 3: Beispiele aus Online-Test Basisbildung (Auszug)

Vorstellung konkreter Testaufgaben aus den Online-Tests „E-CheckUP“ - allgemeine Basisbildung (AlphaZ - Grundbildung und Beruf, Zukunftsbau 2011) und „E-Train" -  berufsbezogene Basisbildung (Literacy and Vocation, Zukunftsbau u. a. 2013).

IMPRESSUM

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Das Vorhaben „Strategien zur Personalentwicklung gewerblicher Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen" ist Teil des Förderschwerpunktes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Arbeitsplatzorientierte Al-phabetisierung und Grundbildung Erwachsener".
Dieses Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01AB12017A, 01AB12017B, 01AB12017C, 01AB12017D gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

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